Mutterkraut als Nahrungsergänzung

Mutterkraut, auch bekannt als Feverfew oder botanisch als Tanacetum parthenium, ist eine pflanzliche Heilressource, die traditionell zur Linderung verschiedener Beschwerden verwendet wird. Es ist vor allem für seine potenziellen entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften bekannt.
Nahrungsergänzungsmittel mit Mutterkraut

Synonyme

Mutterkraut wird unter verschiedenen Namen geführt, darunter:

  • Feverfew
  • Tanacetum
  • Hunderblume

Eigenschaften

Diese Pflanze enthält eine Vielzahl von bioaktiven Verbindungen, die zur Schmerzlinderung und zur Unterstützung des Wohlbefindens beitragen können. Zu den Hauptbestandteilen gehören Parthenolid, Flavonoide und ätherische Öle. Diese Stoffe verleihen Mutterkraut seine charakteristischen Heilwirkungen.

Leitsymptome

Mutterkraut wird häufig zur Linderung der folgenden Symptome eingesetzt:

Potenzielle Wirkungen

Die Einnahme kann positive Effekte auf verschiedene Gesundheitszustände haben. Insbesondere wird sie oft zur Vorbeugung und Behandlung von Migräne empfohlen. Darüber hinaus könnte sie entzündungshemmende Eigenschaften haben, die bei Gelenkschmerzen oder Menstruationsbeschwerden hilfreich sind.

Dosierung

Für Erwachsene wird oft eine Dosierung von 50 bis 100 mg Extrakt täglich empfohlen. Kapseln oder Tees aus frischen oder getrockneten Blättern sind gängige Darreichungsformen. Es ist jedoch wichtig, vor der Einnahme mit einem Arzt zu sprechen, insbesondere wenn bereits andere Medikamente eingenommen werden.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Obwohl Mutterkraut in der Regel als sicher gilt, können einige Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören Magenbeschwerden, Übelkeit oder allergische Reaktionen. Sie sollte ebenfalls gemieden werden, wenn Sie schwanger sind oder stillen, da sie Wehen auslösen kann.

Für die Anwendung bei Kindern wird empfohlen, vor der Nutzung von Mutterkraut einen Kinderarzt zu konsultieren, da die Sicherheit und Wirksamkeit bei dieser Altersgruppe nicht ausreichend erforscht sind.

Anwendungsmöglichkeiten in der Selbstpflege

Mutterkraut kann als Teil einer ganzheitlichen Selbstpflege-Routine verwendet werden. In der Teezubereitung kann es zur Entspannung beitragen und zudem bei Kopfschmerzen Unterstützung bieten. Es ist ratsam, eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensgewohnheiten beizubehalten, um die allgemeinen Vorteile zu maximieren.

Inhaltsstoffe von Mutterkraut und deren Wirkungen

Mutterkraut enthält eine Vielzahl von bioaktiven Verbindungen, die für seine therapeutischen Eigenschaften verantwortlich sind. Die wichtigsten Inhaltsstoffe und ihre potenziellen Wirkungen sind:

1. Parthenolid

Wirkung:

Parthenolid ist der Hauptbestandteil von Mutterkraut und ist dafür bekannt, entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkungen zu haben. Es wirkt, indem es bestimmte Entzündungsmarker im Körper beeinflusst und die Freisetzung von Prostaglandinen, die mit Schmerzen verbunden sind, verringert. Dies macht es besonders nützlich zur Vorbeugung und Linderung von Migränekopfschmerzen.

Studien:

Eine Reihe von klinischen Studien hat gezeigt, dass Parthenolid effektiv bei der Reduzierung der Häufigkeit und Schwere von Migräneattacken sein kann. Es kann auch bei Arthrose und anderen entzündlichen Erkrankungen hilfreich sein.

2. Flavonoide

Wirkung:

Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidative Eigenschaften haben. Sie helfen, freie Radikale im Körper zu neutralisieren, was zur Reduzierung von Entzündungen beitragen kann. Flavonoide in Mutterkraut könnten das gesamte Wohlbefinden unterstützen, indem sie die Immunantwort modulieren und die allgemeine Entzündung im Körper senken.

Studien:

Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass eine pflanzenreiche Ernährung mit hohem Flavonoidgehalt mit einem geringeren Risiko für chronische Entzündungserkrankungen verbunden sein kann.

3. Ätherische Öle

Wirkung:

Die ätherischen Öle in Mutterkraut, wie z. B. Kampher und Thujon, haben beruhigende und entspannende Eigenschaften. Diese Öle können bei der Linderung von Muskelverspannungen helfen und fördern sich so das allgemeine Komfortempfinden. Sie können auch die Durchblutung unterstützen, was für die Linderung von Kopf- und Gelenkschmerzen von Vorteil sein kann.

Anwendung:

Ätherische Öle aus Mutterkraut können in Aromatherapie-Anwendungen verwendet werden, um Stress abzubauen und die Entspannung zu fördern.

4. Sesquiterpenlactone

Wirkung:

Diese Gruppe von Inhaltsstoffen, zu der Parthenolid gehört, hat sich als nützlich bei der Dämpfung entzündlicher Prozesse und der Schmerzlinderung erwiesen. Sie können die Produktion von Entzündungscytokinen hemmen, was zu einer allgemeinen Linderung von Schmerzen und Beschwerden führen kann.

5. Bitterstoffe

Wirkung:

Mutterkraut enthält auch Bitterstoffe, die die Magen-Darm-Funktion anregen und die Verdauung fördern können. Sie helfen, die Produktion von Verdauungssäften zu steigern, was zu einer besseren Nährstoffaufnahme führen kann. Bitterstoffe können auch die Appetitregulation unterstützen.

Anwendung:

Diese Wirkungen können hilfreich sein bei der Behandlung von Verdauungsstörungen oder -beschwerden.

Ähnliche Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine

Es gibt mehrere andere pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel, die ähnliche Anwendungen und Indikationen wie Mutterkraut aufweisen:

  • Ingwer: Bekannt für seine entzündungshemmenden Eigenschaften und die Linderung von Übelkeit.
  • Weidenrinde: Oft als natürliche Schmerzmittel eingesetzt, ähnlich der Wirkung von Aspirin.
  • Kurkuma: Bekannt für seine entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften.

Es ist wichtig, sich stets über die spezifischen Wirkungen und möglichen Wechselwirkungen der jeweiligen Mittel zu informieren, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

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Studien und Übersichtsarbeiten zur Verwendung von Mutterkraut (Tanacetum parthenium) als Nahrungsergänzungsmittel

Im Folgenden erhalten Sie eine ausführliche Zusammenstellung relevanter wissenschaftlicher Studien und Übersichtsarbeiten, die sich mit der Verwendung von Mutterkraut (Tanacetum parthenium) als Nahrungsergänzungsmittel befassen. Der Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf den Hauptanwendungsgebieten der Pflanze sowie auf der vorliegenden Evidenzlage hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Sicherheit. Mutterkraut wird vor allem im Kontext der Migräneprävention untersucht, wobei die Ergebnisse der verschiedenen Studien teils sehr unterschiedlich ausfallen.

Wichtiger Hinweis zur wissenschaftlichen Evidenz und Wirkstoffe

Es ist zu beachten, dass die wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit von Mutterkraut, insbesondere im Hinblick auf die Prävention von Migräneattacken, nach wie vor Gegenstand intensiver Diskussionen ist. Die Resultate sind nicht immer eindeutig und weisen teils widersprüchliche Befunde auf. Ein zentraler Wirkstoff der Pflanze ist das Parthenolid, dem verschiedene pharmakologische Eigenschaften zugeschrieben werden. Die Wirksamkeit von Mutterkraut kann jedoch maßgeblich von der Art der Zubereitung sowie der Standardisierung des verwendeten Extrakts abhängen. Dies bedeutet, dass nicht alle Präparate gleichermaßen effektiv oder vergleichbar sind.

Systematischer Review und Meta-Analyse zur Wirksamkeit bei Migräneprävention

Eine bedeutende Quelle in diesem Bereich stellt der systematische Review von Pittler und Ernst (2008) dar, veröffentlicht in der Cochrane Database of Systematic Reviews. Diese Arbeit analysiert eine Vielzahl randomisierter, kontrollierter Studien zur Verwendung von Mutterkraut bei der Vorbeugung von Migräne. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass die Evidenzlage uneinheitlich ist: Während einige ältere Studien positive Effekte hinsichtlich einer Reduktion sowohl der Häufigkeit als auch der Schwere von Migräneanfällen nahelegten, konnten neuere und methodisch strengere Untersuchungen keinen signifikanten Unterschied gegenüber Placebo feststellen. Aufgrund dieser widersprüchlichen Befunde wird die Wirksamkeit von Mutterkraut zur Migräneprävention als nicht ausreichend belegt angesehen.

Quelle: Pittler, M. H., & Ernst, E. (2008). Feverfew for preventing migraine. Cochrane Database of Systematic Reviews, (1). CD002286.

Humanstudie zu standardisiertem Mutterkraut-Extrakt bei Migräne

Eine weitere wichtige Studie wurde von Pfaffenrath et al. (2020) durchgeführt und stellt eine der methodisch anspruchsvollsten Untersuchungen in diesem Bereich dar. Diese multizentrische, doppelt verblindete, randomisierte und placebokontrollierte Studie untersuchte die Wirkung verschiedener Dosierungen eines standardisierten Mutterkraut-Extrakts auf die Häufigkeit von Migräneanfällen. Die Ergebnisse zeigten keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen und der Placebo-Gruppe hinsichtlich der Reduktion von Migränehäufigkeit oder -intensität. Diese Resultate bestätigen somit die Schlussfolgerungen des Cochrane Reviews und werfen weitere Zweifel an der Wirksamkeit von Mutterkraut in diesem Anwendungsgebiet auf.

Quelle: Pfaffenrath, V., Diener, H. C., Fischer, M., Friede, M., & Henneicke-von Zepelin, H. H. (2020). The efficacy and safety of Tanacetum parthenium (feverfew) in migraine prophylaxis—A double-blind, multicentre, randomized placebo-controlled dose–response study. Cephalalgia, 40(6), 596-607.

Kombinationstherapie mit Mutterkraut und Pestwurz

Eine weitere interessante Studie befasste sich mit einer Kombination aus Mutterkraut und Pestwurz (Petasites hybridus) zur Migräneprävention (Lipton et al., 2004). Obwohl der Fokus dieser Untersuchung primär auf Pestwurz lag – welche signifikante positive Effekte zeigte –, wurde Mutterkraut entweder als Vergleichssubstanz oder in Kombination mit Pestwurz getestet. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Pestwurz eine deutlich bessere Wirksamkeit gegenüber Placebo aufweist als Mutterkraut allein oder in Kombination. Diese Beobachtungen unterstreichen erneut die uneinheitliche Datenlage bezüglich des Nutzens von Mutterkraut bei Migräne.

Quelle: Lipton, R. B., Göbel, H., Einhäupl, K. M., Dib, M., Michel, C., & Prüß, H. (2004). Petasites hybridus root (butterbur) is an effective preventative treatment for migraine. Neurology, 63(12), 2240-2244.

Pharmakologische Übersicht zu chemischer Zusammensetzung und Wirkmechanismen

Ein umfassender Überblick über die chemische Zusammensetzung sowie die pharmakologischen Wirkmechanismen von Tanacetum parthenium findet sich in einer systematischen Übersichtsarbeit von Pareek et al. (2015). Dieser Review erläutert neben den traditionellen Anwendungen vor allem die Rolle des Parthenolids als Hauptwirkstoff und dessen mögliche Wirkungsweise – darunter die Hemmung der Serotoninfreisetzung sowie antiinflammatorische Effekte durch Modulation des NF-κB-Signalwegs. Darüber hinaus werden Einflüsse auf Prostaglandine und die Aggregation von Blutplättchen diskutiert. Trotz vielversprechender präklinischer Daten wird auch hier auf die widersprüchliche klinische Evidenz hingewiesen sowie auf potenzielle Sicherheitsaspekte wie Kontaktallergien oder Mundulzera.

Quelle: Pareek, A., Suthar, M., Rathore, G., & Shekhawat, N. (2015). Feverfew (Tanacetum parthenium L.): A systematic review. Journal of Ethnopharmacology, 164, 367-380.

Sicherheit und Nebenwirkungen von Mutterkraut

Die Sicherheit und mögliche Nebenwirkungen pflanzlicher Arzneimittel einschließlich Mutterkraut werden in einem Review von Ernst (2003) thematisiert. Obwohl dieser Artikel verschiedene Kräuter betrachtet, sind die dort beschriebenen unerwünschten Effekte auch für Mutterkraut relevant. Insbesondere beim Verzehr frischer Blätter können orale Ulzera auftreten – also schmerzhafte Entzündungen der Mundschleimhaut – ebenso wie Magen-Darm-Beschwerden. Darüber hinaus wurde bei abruptem Absetzen nach längerer Einnahme ein sogenanntes „Post-Feverfew-Syndrom“ beschrieben, das sich durch Nervosität, Spannungskopfschmerzen sowie Gelenksteifigkeit äußern kann. Personen mit Allergien gegen Korbblütler sollten Mutterkraut meiden; zudem werden potenzielle Wechselwirkungen mit blutgerinnungshemmenden Medikamenten diskutiert.

Quelle: Ernst, E. (2003). Adverse effects of herbal drugs in dermatology. British Journal of Dermatology, 148(2), 189-200.

Zusammenfassendes Fazit zur Verwendung von Mutterkraut als Nahrungsergänzungsmittel

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die wissenschaftliche Forschung zu Mutterkraut vor allem auf seine Anwendung bei der Migräneprävention konzentriert hat. Während einige frühere Studien positive Effekte nahelegten, zeigen neuere Untersuchungen mit höherer methodischer Qualität sowie Meta-Analysen überwiegend eine unzureichende oder widersprüchliche Evidenz für eine signifikante Wirksamkeit gegenüber Placebo.

Der genaue Wirkmechanismus wird intensiv erforscht und steht häufig im Zusammenhang mit dem Inhaltsstoff Parthenolid sowie dessen entzündungshemmenden Eigenschaften und Einfluss auf neurovaskuläre Prozesse wie Serotoninfreisetzung und Gefäßreaktionen.

Bezüglich der Sicherheit gilt Mutterkraut generell als relativ gut verträglich bei kurzfristiger Anwendung; jedoch bestehen Risiken für Nebenwirkungen wie orale Ulzera insbesondere bei frischer Zubereitung sowie gastrointestinale Beschwerden und Entzugssymptome bei abruptem Absetzen nach längerer Einnahmezeit („Post-Feverfew-Syndrom“). Personen mit Allergien gegen Korbblütler sowie Schwangere sollten den Gebrauch vermeiden.

Aufgrund der uneinheitlichen Wirksamkeitsdaten sowie potenzieller Nebenwirkungen ist eine klare Empfehlung für den Einsatz von Mutterkraut zur Migräneprophylaxe aus wissenschaftlicher Sicht derzeit nicht möglich beziehungsweise nicht eindeutig gesichert. Für weitere traditionelle Anwendungsgebiete als Nahrungsergänzungsmittel liegen bislang nur sehr begrenzte wissenschaftliche Nachweise vor.

Wir empfehlen Ihnen daher stets eine individuelle Beratung durch medizinisches Fachpersonal vor Beginn einer Therapie mit Mutterkraut oder entsprechenden Präparaten einzuholen und kritisch zu prüfen, ob ein Nutzen im jeweiligen Fall plausibel erscheint beziehungsweise andere evidenzbasierte Behandlungsmöglichkeiten bevorzugt werden sollten.

Letzte Aktualisierung am 2026-03-10 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API